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Dr. Adana Omágua Kambeba –
Ärztin · Indigene Wissenshüterin · Kosmische Diplomatie

Adana Omágua Kambeba in der Schweiz 15.–23. September 2026
Während ihres Aufenthalts in der Schweiz bietet Adana Omágua Kambeba verschiedene Formate für Universitäten, Forschungseinrichtungen, Kulturinstitutionen und die interessierte Öffentlichkeit an.
Programm
16. September 2026 · Studio Mare, Neumünsterallee 21 im Zürcher Seefeld
17:30 Uhr · Lived Kinships · Confluence · Cosmic Diplomacy
Vortrag / Gespräch für Heilpraktiker*innen, Therapeuten und interessierte Öffentlichkeit – 1h PT/DE
Kollaboration mit Verein Studio Mare/Zoe Miku, Psychedelic Salon Susanne Seiler und MushRoom Wailea Zuelch
Eine Einführung in zentrale Konzepte aus Adanas Arbeit und ihrer Perspektive auf indigene Wissenssysteme, Gesundheit und Heilung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie unterschiedliche Formen des Wissens miteinander in Beziehung treten können – zwischen indigener Medizin, westlicher Wissenschaft, Spiritualität und einem relationalen Verständnis von Mensch, Natur und Gemeinschaft.
Offen/Kollekte (keine Anmeldung)
19:00 Uhr · Women’s Circle – Inner Healing Encounter
Zeremonie für Frauen – 2h PT/DE
Ein geschützter Raum für Frauen, der durch Gespräch, Reflexion und indigene Perspektiven auf Heilung, Körper, Spiritualität und Verbundenheit einen gemeinsamen Raum für innere Einkehr und Austausch eröffnet. Im Mittelpunkt stehen innere Heilung als Beziehungsprozess, indigene Kosmologien, Spiritualität, Pflanzenwissen sowie zeitgenössische Perspektiven auf Gesundheit und Fürsorge.
Wichtig:
– Audio- und Videoaufnahmen sind während der Zeremonie nicht erlaubt.
– Ein Teil der Zeremonie kann die traditionelle Praxis des Rapé umfassen, einer pflanzlichen Tabakmischung aus der Amazonasregion, die mithilfe eines Blasrohrs in die Nase eingeblasen wird. Die Teilnahme daran ist vollständig freiwillig.
– Gerne Sitzkissen mitbringen
Ernährungshinweis: Bitte nur leicht zu Mittag essen; gegen 16 Uhr eventuell noch ein kleines Zvieri. Danach möglichst nichts mehr essen.
Kosten: CHF 80 / CHF 60 (reduziert AHV/IV/KULTURLEGI etc) pro Person
>> Tickets / Anmeldung hier
17. September 2026 · Raven-Spirit Ritual- und Weltmusikladen, Lenzburg
19:00 Uhr Vortrag · Dialog & Reflexion · Zeremonie Wenn das Wasser erinnert – Begegnung mit Adana Omágua Kambeba
In einem intimen, zeremoniellen Rahmen öffnet Adana Omágua Kambeba ein Fenster zur Kultur, Kosmologie und zum überlieferten Wissen ihres Volkes aus dem brasilianischen Amazonasgebiet, dessen Leben tief mit dem Wasser verbunden ist. Sie erzählt von indigenen Wissenssystemen und der Bedeutung des Wassers als Lebensquelle, Beziehung und Träger von Erinnerung – als Verbindung zwischen Mensch, Natur, Vorfahren und den Kräften der Erde.
Heilung als Beziehung: Was bedeutet es, wirklich in Beziehung zu sein? Und was geschieht, wenn wir Heilung nicht nur als persönliche Entwicklung verstehen, sondern als Wiederherstellung von Verbindung? Adana lädt dazu ein, diese Fragen aus einer indigenen Perspektive zu betrachten und dabei auch unsere eigene Praxis zu hinterfragen.
Zwischen kultureller Aneignung & echter Wertschätzung: Wer sich mit Schamanismus, Energiearbeit oder traditionellen Heilweisen beschäftigt, begegnet indigenem Wissen und überlieferten Ritualen. Doch wo beginnt echte Wertschätzung und wo wird Wissen aus seinem kulturellen Zusammenhang gelöst, vereinfacht oder konsumiert?
Kosten CHF 35 pro Person
>> Tickets/ Anmeldung hier
18. September 20226 · serrat(u)s bodywork, Zwinglistrasse 40, Zürich
18:30 Uhr · Healing Circle – Inner Healing Encounter – Zeremonie für alle · 2h PT
Ein geschützter Raum für Begegnung, Einkehr und Heilung, inspiriert von indigenen Perspektiven aus dem Amazonas. Im Zentrum steht die Frage, wie Heilung als Beziehung verstanden werden kann – zu uns selbst, zu anderen Menschen, zur Natur und zur uns umgebenden Welt. Durch Gespräch, Reflexion und zeremonielle Elemente eröffnet Adana einen Raum für Austausch und persönliche Erfahrung. Dabei verbindet sie indigene Kosmologien, Spiritualität und Pflanzenwissen mit einer ganzheitlichen Perspektive auf Körper, Gesundheit, Fürsorge und Verbundenheit.
Wichtig:
– Audio- und Videoaufnahmen sind während der Zeremonie nicht erlaubt.
– Ein Teil der Zeremonie kann die traditionelle Praxis des Rapé umfassen, einer pflanzlichen Tabakmischung aus der Amazonasregion, die mithilfe eines Blasrohrs in die Nase eingeblasen wird. Die Teilnahme daran ist vollständig freiwillig.
– Gerne Sitzkissen mitbringen
Ernährungshinweis: Bitte nur leicht zu Mittag essen; gegen 16 Uhr eventuell noch ein kleines Zvieri. Danach möglichst nichts mehr essen.
18.30 Eintreffen
19-20 Uhr offener Singkreis gerne Instrumente mitbringen wer möchte
20-22.30 Uhr Zeremonie, Ausklingen
Kosten Healing Circle: CHF 80 / CHF 60 reduziert (AHV/IV, KulturLegi etc.) pro Person
>> Tickets/Anmeldung hier
19. September 2026 · Hof Blum, Froh Uhssicht, Samstagern
18:00-19:00 Uhr Special Guest im Anschluss an das Fermentierverstival 11-17 Uhr
Im Rahmen von TRADIcTION – Expanded Fields begegnet Adana Omágua Kambeba Nora Hauswirth (Erdstimmen / Tera Kuno) und der Kuratorin Carole Kambli zu einem Gespräch über Tradition, Wissen und lebendige kulturelle Praktiken – mit einer Einführung in fermentierte Medizin und indigene Heilweisen.
Ausgehend von der indigenen Perspektive der Omágua-Kambeba stellt die Begegnung die Frage: Was geschieht, wenn unterschiedliche Wissenssysteme einander wirklich begegnen, ohne sie in ein gemeinsames Modell zu überführen?
Im Zentrum stehen unterschiedliche Vorstellungen von Körper, Gesundheit, Heilung, Natur und der Beziehung zwischen Mensch und mehr-als-menschlicher Welt. Wo entstehen Spannungen und Missverständnisse? Was kann voneinander gelernt werden – und wo ist es wichtig, Differenzen zu bewahren?
Zwischen Gespräch und Erfahrung öffnen 2–3 Momente des Gesangs einen gemeinsamen Raum jenseits des Diskurses: für Präsenz, Zuhören und Begegnung – zwischen Körper, Erinnerung, Wissen und lebendiger Welt.
Keine Anmeldung notwendig.
21. September 2026 · Universität Genf
19:00 PSYCHEDELISCHE WISSENSCHAFT UND INDIGENER SCHAMANISMUS: EIN DRINGENDER DIALOG: Multidisziplinärer Roundtable Adana Omágua-Kambeba im Gespräch mit Catherine Duffour
Lokal: Universität Genève, Bd du Pont-d’Arve 40, 1205 Genève
Keine Anmeldung notwendig.
Wie kann zeitgenössische psychedelische Forschung in einen respektvollen Dialog mit indigenen Wissenssystemen treten?
Das wachsende wissenschaftliche und therapeutische Interesse an Psychedelika ist eng mit Pflanzen, Territorien und über Generationen entwickeltem indigenem Wissen verbunden. Im Gespräch treffen unterschiedliche Wissenssysteme aufeinander und fragen nach Medizin, Heilung, Pflanzen, Wissenschaft und Verantwortung.
Adana Omágua-Kambeba — Ärztin, indigene Führungspersönlichkeit und Wissensträgerin des Omágua-Kambeba-Volkes aus dem brasilianischen Amazonasgebiet. Adana ist Co-Autorin des Beitrags „Psychedelic science and Indigenous shamanism: an urgent dialogue“ in Nature Mental Health, der eine stärkere Anerkennung indigener Stimmen und Beteiligung in der sich rasch entwickelnden psychedelischen Forschung fordert.
Catherine Duffour — Psychiaterin und Psychotherapeutin FMH, spezialisiert auf psychedelisch unterstützte Psychotherapie und erweiterte Bewusstseinszustände sowie eine Pionierin der psychedelischen Medizin in der Schweiz.
Im Zentrum stehen Fragen nach dem Beitrag indigenen Wissens zur psychedelischen Forschung, dem Verhältnis von Pflanzen, Pharmakologie, Kultur und Ökologie sowie nach Reziprozität, Anerkennung und Verantwortung in der Wissensproduktion.
22. September 2026 · Universität Zürich
19:00 Von der Renaissance zur Konfluenz: Kosmische Diplomatie und ein neues Paradigma für die psychedelische Wissenschaft im Globalen Süden
Lecture/Learning Encounter für Studierende/Fachpublickum/allgemeine Öffnetlichkeit mit anschliessendem Get-together – 1.5 h PT/EN, anschliessend kleine Speisen und Austausch im Lichthof.
Lokal: Room KOL-F-101, University of Zurich, Main Building, Rämistrasse 71, 8006 Zürich (keine Anmeldung erforderlich, 200 Plätze)
Kollaboration mit PROZ – Psychedelic Research Organization of Zurich und reconnect foundation
Diese Vorlesung reflektiert die Möglichkeiten eines Dialogs zwischen indigenen Wissenschaften und westlicher Wissenschaft anhand des Konzepts der Kosmischen Diplomatie. Anstatt diese Wissenssysteme als konkurrierend oder gegensätzlich zu verstehen, lädt sie dazu ein, Wissenschaft als einen Prozess zu denken, der auf Gegenseitigkeit, Respekt und interkultureller Zusammenarbeit beruht.
Die Praktiken und Wissenssysteme indigener Völker bilden eine wichtige Grundlage der heutigen psychedelischen Forschung. Gleichzeitig stellt dieses Erbe die wissenschaftliche Gemeinschaft vor die Herausforderung, ethischere, gleichberechtigte und verantwortungsvolle Beziehungen zu jenen Gemeinschaften zu entwickeln, die dieses Wissen über Generationen bewahrt und weitergegeben haben.
Die Vorlesung untersucht Möglichkeiten, Partnerschaften zwischen indigenen Gemeinschaften, Universitäten, Forschungseinrichtungen, Gesundheitsfachpersonen und der pharmazeutischen Industrie zu stärken. Im Zentrum steht dabei die Anerkennung unterschiedlicher Formen der Wissensproduktion und des Umgangs mit Gesundheit und Leben.
Dabei geht es weniger um die Vorstellung eines neuen wissenschaftlichen Modells als um die Einladung zu einer Konfluenz verschiedener Wissenssysteme – getragen von Ethik, Interkulturalität, geteilter Verantwortung und einem gemeinsamen Engagement für den Schutz von Menschen, Territorien und der Vielfalt des Wissens, die zur Zukunft von Gesundheit, Wissenschaft und Menschheit beitragen kann.
Zielpublikum: Forschende, Studierende, Gesundheitsfachpersonen, Vertreter:innen indigener Gemeinschaften, Fachpersonen aus der pharmazeutischen Industrie, politische Entscheidungsträger:innen sowie alle, die sich für den Dialog zwischen indigenen Wissenschaften, westlicher Wissenschaft und psychedelischer Forschung interessieren.
Der Encounter lädt dazu ein, bestehende wissenschaftliche Paradigmen kritisch zu hinterfragen und über neue Formen von interkultureller Forschung, Wissensproduktion und Zusammenarbeit nachzudenken. Themenfelder: Indigenous Medicine · Indigenous Epistemologies · Psychedelic Research · Intercultural Health · Lived Kinships · Confluence · Cosmic Diplomacy · Decolonial Science.
Einzelsessions
Integrative Konsultation mit Dr. Adana Omagua Kambeba
Individuelle Sitzungen mit Übersetzung/Dolmetschung, die klinische Medizin, indigene Wissenssysteme und eine ganzheitliche Betrachtung des Menschen miteinander verbinden. Ein Raum für tiefes Zuhören, interkulturellen Dialog und Reflexion über Gesundheit, Körper, Emotionen, Spiritualität, Beziehungen und Heilungsprozesse.
Kosten: CHF 180, Dauer: 1h, Übersetzung von Portuguesisch auf Deutsch.
Der Termin ist nach erfolgtem Zahlungseingang definitiv gebucht und bestätigt.
>> Link https://calendly.com/anji-lanfranconi/30min
Kontakt für Rückfragen, Koordination Einzelsitzungen und Übersetzung.
Angela Martha Lanfranconi, Psychologin und Psychotherapeutin mit eigener Praxis in Zürich.
+41 78 708 02 67
Über Adana
Dr. Adana Omágua Kambeba ist Ärztin und Wissenshüterin des Omágua-Kambeba-Volkes. Ihre Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von indigener Medizin, westlicher Wissenschaft und interkulturellem Dialog. Als erste indigene Frau ihres Volkes im brasilianischen Amazonasgebiet, die Medizin an der Universidade Federal de Minas Gerais studierte, verbindet sie medizinische Praxis mit dem Engagement für die Anerkennung indigener Wissenssysteme als eigenständige Wissens- und Wissenschaftstraditionen.
Im Zentrum ihrer Arbeit steht ein ganzheitliches Verständnis von Gesundheit und Heilung: Der Mensch wird nicht als isoliertes Individuum betrachtet, sondern als Teil eines Beziehungsnetzes zwischen Gemeinschaft, Territorium, Pflanzen, Ahnen und der mehr-als-menschlichen Welt. Als Autorin wissenschaftlicher Publikationen und internationale Referentin entwickelt Adana neue Perspektiven auf Gesundheit, innere Heilung und die Beziehung zwischen unterschiedlichen Wissenssystemen.
In ihrer Forschung und Vermittlungsarbeit verbindet sie medizinische Wissenschaft mit indigenen Kosmologien, Spiritualität, ökologischer Verantwortung und kulturellen Rechten. Konzepte wie Lived Kinships, Confluence und Cosmic Diplomacy eröffnen dabei neue Räume für einen respektvollen Austausch zwischen indigenem und westlichem Wissen.
Mit ihrer Arbeit trägt Adana Omágua Kambeba zu internationalen Debatten über Gesundheit, psychische Gesundheit, Biodiversität, Klimakrise und indigene Rechte bei. Ihre Perspektive steht für eine Medizin der Beziehungen, Verantwortung und Fürsorge – und für ein Verständnis von Gesundheit, das wissenschaftliche Erkenntnis mit kultureller Vielfalt und planetarer Verbundenheit verbindet.